Ippon (Ganzer Punkt)

Die höchste Wertung für einen Kämpfer wird erteilt für:

  • eine Wurftechnik, welche den Kontrahenten mit Kontrolle, Kraft, Schnelligkeit zum großen Teil auf den Rücken wirft,
  • das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für 25 Sekunden,
  • Anwendung einer Hebel- oder Würgetechnik, bis der Kontrahent aufgibt oder kampfunfähig wird,
  • zweimaliger Gewinn eines Waza-ari (Waza-ari awasete Ippon, "zwei Waza-ari ergeben Ippon") oder
  • Disqualifizierung des Kontrahenten durch Hansoku-make.

Waza-ari (Halber Punkt)

Ein Waza-ari wird vergeben für:

  • eine Wurftechnik, welche eines der drei Kriterien für einen Ippon nur zum Teil erfüllt (Eine typische und recht häufige Situation für einen Waza-ari ist, wenn der Rücken des Partners nur teilweise die Matte berührt),
  • das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für mindestens 20 Sekunden oder
  • Bestrafung des Kontrahenten mit 3 Shido (ehm. Kei-koku).

Yuko (Großer technischer Vorteil)

Ein Yuko wird vergeben für:

  • eine Wurftechnik, welche zwei der drei Kriterien für einen Ippon nur zum Teil erfüllt (Eine typische Situation wäre ein Wurf auf die Seite, ohne dass ein Teil des Rückens die Matte berührt),
  • das Halten des Kontrahenten mit einer Haltetechnik (Osae-komi) für mindestens 15 Sekunden oder
  • Bestrafung des Kontrahenten mit 2 Shido (ehemals Chui).

Für jede Aktion wird nur eine Wertung vergeben, es ist also nicht möglich, einen Waza-ari und einen Yuko gleichzeitig für einen Wurf zu erhalten. Der Ippon wird auf den Wertungstafeln nicht aufgeführt, da er zum sofortigen Gewinn des Kampfes führt. Die hohen Bewertungen stehen links, die niederen rechts. Ältere Kampftafeln zeigen auch die hohen Bewertungen in der Mitte an; diese Darstellung ist im Wettkampfjudo nicht mehr gebräuchlich.